Brunnen und Wasserspiele in Deutschland:

Konstanz: Kaiserbrunnen


Fotos: L. Peitzsch
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Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten haben in der langen Geschichte der Stadt Konstanz bereits in ihren Mauern geweilt, doch in der Zeit des Konzils zu Konstanz (1414-1418) muss es ganz besonders hoch hergegangen sein ... Darauf spielt auch der 1990 von Gernot Rumpf neugestaltete "Kaiserbrunnen" an, der satirische Elemente - wasserspeiende Seehasen, drei Pfauenköpfe mit Papstkronen (auf dem Konzil wurden u. a. Jan Hus verurteilt und verbrannt und drei gleichzeitig amtierende Päpste abgesetzt) - mit dem Friedensvertrag von Konstanz (1183 zwischen Friedrich Barbarossa und den oberitalienischen Städten des Lombardenbundes abgeschlossen) und den vier Darstellungen von deutschen Kaisern vereint. Bereits 1897 war der Kaiserbrunnen eingeweiht worden, die damaligen vier Kaiserdarstellungen von Heinrich III., Friedrich Barbarossa, Maximilian I. und Wilhelm I. wurden jedoch 1942 zu Kriegszwecken ("Metallsspende") demontiert und eingeschmolzen. Dass von den neuen Plastiken des Brunnens ganz zwanglos "Besitz" ergriffen wird, davon zeugt der blankgescheuerte Sattel des Pferdes ...

Kaiserbrunnen in Konstanz
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Ein Dank geht an Lutz Peitzsch, der mir die Fotos zur Verfügung stellte.



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