Brunnen und Wasserspiele in Cefalu, Monreale, Noto, Ragusa Ibla und in anderen Orten

Auch in den kleinen und mittleren Städten kann der Reisende von den einfachen Wasserspendern bis hin zu den aufwändig gestalteten Brunnen alles finden, wenn er die Augen offen hält. Doch wie immer gilt: die Auswahl hier ist absolut zufällig.

Cefalu

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Panorama von Cefalu
Das hübsche Städtchen bietet von der westlichen Küstenstraße einen phantastischen Anblick, bei dem die Dominanz des normannisches Domes deutlich wird. Der Dom zu Cefalu gehört zu den ganz großen Sehenswürdigkeiten aus der Normannenzeit und bietet mit seinen Mosaiken ein unvergessliches Erlebnis. König Roger II. hatte den Dom ursprünglich zu seiner Grablege bestimmt und prächtig ausstatten lassen.

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mittelalterliche Waschanlage ...
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... in der Altstadt von Cefalu
Einen ganz anderen Eindruck dagegen vermittelt in der verwinkelten Altstadt der sogenannte "arabische Waschbrunnen", der mit seinem Frischwasserzufluss, den Wasserbecken und den steinernen Waschstellen einen Hauch von mittelalterlicher Alltagskultur herüberbringt. Und eine solche Waschanlage kann man ja vielleicht im weitesten Sinne auch als Brunnen bezeichnen ...

Monreale

Der Dom von Monreale ist ein weiterer normannischer Prachtbau, bei dem man sich durch den goldenen Glanz der Mosaiken im Innern in eine überirdische Welt versetzt denkt. Nach all diesen Herrlichkeiten kommt der Brunnen an der Nordseite des Doms wie gerufen, lädt er doch den überwältigten Besucher zum Ausruhen ein.

Brunnen vor dem Dom in Monreale
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Der unvergleichliche Kreuzgang von Monreale kündet von der Blütezeit der normannisch-sizilischen Baukunst: 228 Säulen umschließen den quadratischen Innenhof und begeistern durch die phantasievolle Gestaltung der Kapitelle. In der SW-Ecke befindet sich mit dem Brunnen ein zusätzliches Kleinod, das zudem eine tiefe mittelalterliche Symbolik beinhaltet: In den vier begrenzenden Seiten öffnen sich je drei Bögen, aus dem irdischen (Boden-)Quadrat entwickelt sich über das kosmische Achteck das von der Brunnensäule getragene kreisförmige Becken, die vollkommene und göttliche Form. Die Zickzack-Kanneluren der Brunnensäule symbolisieren die Palme, aus dem kugeligen Abschluss hüpft und rieselt das Wasser über die Kanneluren hinweg und steht für die Erneuerung der Welt. Leider mangelte es zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme an dieser rieselnden Erneuerung, doch es besteht Hoffnung ...

Brunnen im Kreuzgang von Monreale
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Wasserspender und Brunnen in Selinunt, Agrigent und Caltagirone

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Wasserspender vor dem Tempel G
in Selinunt
Hört man den Namen Selinunt, dann stehen sofort die großartigen Tempelanlagen vor Augen. Zum Glück findet der durstige Reisende auch hier erquickendes Wasser - zum Beispiel an einer schattigen Stelle unweit der Tempelruine G des Osthügels. Dieser Tempel ist heute ein gewaltiger Trümmerhaufen, einst gehörte er mit seinen 8 mal 17 Säulen und 50 mal 110 Metern Seitenlänge zu den größten je gebauten dorischen Tempeln.

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Agrigent
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Archäol. Museum
Ähnlich großartige Tempelanlagen (Unesco-Weltkulturerbe) erstrecken sich entlang der antiken Stadtmauer von Agrigent. Und die dazugehörigen Fundstücke kann man in dem ausgezeichneten Archäologischen Museum von Agrigent bewundern, dessen Eingang über den mittelalterlichen Kreuzgang eines ehemaligen Zisterzienser-Klosters erfolgt. Im Klosterhof erfreut neben dem mittelalterlichen Brunnen auch der moderne Torso einer bronzenen Aphrodite-Plastik den Besucher.

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Treppe in Caltagirone
Caltagirone ist vor allem bekannt für die sizilische Keramik, sichtbares Zeichen dafür ist die berühmte Treppe, welche die Unterstadt mit dem höhergelegenen Stadtviertel verbindet und deren Stufen phantasievoll mit Keramikkacheln versehen sind. Ist man endlich auf dem Platz vor der Chiesa S. Maria del Monte oben am Ende der Treppe angelangt, steht dort zum Glück ein Wasserspender ...

Wasserspender und Brunnen in Ragusa Ibla

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Piazza Duomo und S. Giorgio, Ragusa Ibla
Nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 konnten sich die Einwohner nicht gleich über den besten Standort für den Wiederaufbau einigen, so entstand ein "neues" Ragusa und ein "altes" Ragusa Ibla - beide Städte sind aber inzwischen zusammengewachsen. Der Wiederaufbau erfolgte in barocken Formen, in Ragusa Ibla ist es vor allem der barocke Dom (Chiesa Matrice, S. Giorgio), dessen Architektur begeistert. Und auf dem Weg zum Dom kommt man an der Piazza Duomo an einem schönen Brunnen vorbei.

Barocker Brunnen in Ragusa Ibla
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Und selbstredend findet man auch Wasserspender in Ragusa Ibla.
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Wasserspender und Brunnen in Noto

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  Wasserspender in Noto
Noto wurde zusammen mit sieben anderen Städten (Caltagirone, Catania, Militello, Modica, Palazzolo, Ragusa und Sicili) im Jahr 2002 in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen, denn "die Städte des Val di Noto stellen den Gipfel und das abschließende Erblühen der barocken Kunst in Europa dar."

Die nach dem Erdbeben von 1693 an neuer Stelle gebaute Stadtanlage besteht aus einer Abfolge von großartig angelegten Plätzen, Palästen und Kirchen. Da dürfen Brunnen natürlich nicht fehlen.

Piazza Immocolata
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In Noto weitet sich die Hauptstraße (Corso Vittorio Emanuele)  an drei Stellen zu Plätzen aus, die Piazza XVI Maggio wird dabei durch die Viletta d'Ercole mit der Fontana d'Ercole verschönt. Hinter dem Herkulesbrunnen erhebt sich die prächtige Kirche S. Domenico mit ihrer eindrucksvollen barocken Fassade.

"Herkulesbrunnen"
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Bild "Noto_11.jpg"Bild "Noto_12.jpg"Bild "Noto_13.jpg"Den Abschluss des Corso in Noto bildet die Piazza N. Bixio mit der Abbeveratoio, der "Tränke".

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Der Centauressa-Brunnen in Taormina

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Treppe und Brunnen in Taormina
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In Taormina
In Taormina steht auf dem Platz vor dem Dom ein barocker Brunnen, der durch eine seltsame Gestalt bekrönt wird: die Centauressa. Dabei handelt es sich um ein Mischwesen (ähnlich wie ein Zentaur), dessen Oberkörper diesmal jedoch weiblich ist. Krone, Weltkugel und Szepter stellen die Centauressa als Stadtkönigin dar, der tierische Leib soll wohl den nahen Monte Tauro symbolisieren. Im Stadtwappen von Taormina hat die Figur ebenfalls Einzug gefunden, dort ist sie allerdings vierbeinig. Der Brunnen auf dem Domplatz wurde im Jahr 1635 erbaut, zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme war er durch viele bunte Schleifen geschmückt.

Centauressa-Brunnen
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nach Syrakus und Catania