Weitere Kirchtürme in Dresden (Teil 3)

Dreikönigskirche

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1421 ist die Kirche "Zu den heiligen drei Königen" erstmals schriftlich erwähnt worden, damals hieß die heutige Dresdner Neustadt "Altendresden". Anfang des 16. Jh. zu einer Hallenkirche umgebaut, brannten 1685 Kirche und Altendresden ab, aber schon 1688 war der Kirchenneubeu fertig. Doch Kurfürst August I. (der Starke) hatte stets große Pläne, bei seiner Planung zur Umgestaltung der Dresdner Neustadt mit barocker Straßenführung war der Kirchenbau im Wege, August ließ ihn 1732 kurzerhand abreißen. Die Entwürfe für den Neubau lieferte Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1738), George Bähr und Johann Gottfried Fehre stellten das neue Gotteshaus bis 1739 fertig. Nur der Turm fehlte noch. Dieser wurde in seinen barocken Formen erst viel später durch Frommherz Lobegott Marx und Karl Moritz Haenel 1859 gebaut.

Dreikönigskirche
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In der Bombennacht des 13./14. Februar 1945 wurde die Kirche bis auf die Außenmauern zerstört, nur der Turm blieb diesmal stehen. Von 1984 bis 1990 erfolgte die veränderte Wiederherstellung als "Haus der Kirche" mit Konferenzsaal, Tagungsräumen und (verkleinertem) Kirchenraum. Im Konferenzsaal fanden die ersten Sitzungen des neu konstituierten Sächsischen Landtages statt. Der Kirchenraum im Westteil des Gebäudes wird sakral genutzt, er enthält eines der bemerkenswertesten Kunstwerke des alten Dresden, den  "Dresdner Totentanz".

Dreikönigskirche
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Die Zifferblätter und Zeiger der Turmuhr sind an allen vier Seiten des Turms weithin sichtbar. Etwas genauer muss man allerdings hinschauen, wenn man die vier an jeder Seite angebrachten Sprüche lesen will:
Alles hat seine Zeit - Benutze die Zeit - Die Zeit ist kurz - Es kommt die Nacht
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Der Turm erreicht eine Höhe von 87,5 Meter, er kann bestiegen werden und ist ganzjährig geöffnet. (Man sollte sich aber über die Öffnungszeiten vorher informieren.) Beim Aufstieg kommt man an den im As Dur Dreiklang gestimmten Glocken vorbei. Der Aussichtsrundgang befindet sich in etwa 45 Meter Höhe, nach 240 Stufen bietet sich hier eine phantastische Rundumsicht und ein besonders schöner Blick auf die (südlich gelegene) Dresdner Altstadtseite!

  
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Annenkirche

Die erste Annenkirche wurde 1578 geweiht, damals noch vor den Toren Dresdens. Der Name St. Annen ist in Anlehnung an die Kurfürstin Anna gewählt, deren Denkmal heute vor der Kirche steht. Von den preußischen Truppen im Siebenjährigen Krieg 1760 in Brand gesteckt, wurde die Kirche von 1764-1769 neu gebaut, Baumeister war Johann George Schmidt (1707-1774). Schmidt hatte auch die Frauenkirche durch den Aufsatz der Laterne vollendet. 1823  vervollständigte Gottlob Friedrich Thormeyer (1758-1842) den Turm, 1906/09 wurde die Chorfassade in Jugendstilformen durch Richard Schleinitz (1861-1916) neugestaltet. Die Annenkirche wurde im zweiten Weltkrieg zwar beschädigt, der Dachstuhl brannte, doch zum Glück brannte die Kirche nicht aus und konnte 1950 nach Ausbesserung der Schäden neu geweiht werden. 1997 wurde die Turmspitze wieder aufgesetzt, mit der Innenraumsanierung 2009-2011, der Gestaltung des Vorplatzes und Aufstellung des Denkmals der Kurfürstin Anna sind die Erneuerungsarbeiten jetzt zu einem gewissen Abschluss gekommen. Der Turm hat eine Höhe von 57 Meter.

Annenkirche Dresden
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Garnisonskirche St. Martin

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Die Garnisonskirche St. Martin ist eine Simultankirche mit zwei getrennten Kirchenräumen für evangelische und römisch-katholische Gottesdienste. Der zwischen beiden Teilen stehende Turm gehört zu keiner der beiden Kirchen bzw. beiden gemeinsam. Der reich gegliederte Komplex wurde von den Architekten William Lossow und Hermann Viehweger entworfen und 1895-1900 als Kirche für die Militärangehörigen in der Dresdner Albertstadt gebaut. Heute wird nur noch der katholische Teil sakral genutzt.

Garnisonskirche St. Martin
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Die Eingänge befinden sich ebenso wie der Turm an der Nordseite, die beide Chöre sind nach Süden ausgerichtet. Dadurch bietet die bewegte Südseite einen faszinierenden Anblick. Die Kirche ist im Stil des Historismus erbaut, insbesonders neoromanische Architekturelemente schmücken den Bau.
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Blick vom Turm der Garnisonskirche nach Süden
Der Turm an der Nordseite erreicht eine Höhe von 91 Metern, durch die erhöhte Lage der Kirche bildet er eine weithin sichtbare Landmarke und gestattet zudem einen begeisternden Blick auf die im Süden liegende Stadt Dresden. Leider ist der Turm nicht öffentlich zugänglich.

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Martin-Luther-Kirche

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Um 1880 war in Dresden-Neustadt die Gemeinde der Dreikönigskirche zu groß geworden, eine Neustrukturierung und neue Gebäude wurden erforderlich. Die Architekten Ernst Giese und Paul Weidner gewannen den Wettbewerb zur Errichtung einer neuen Kirche auf dem Martin-Luther-Platz, in der Ausschreibung waren klare Angaben zu Formen im "altehrwürdigen deutschen Stil" vorgegeben worden. Die Martin-Luther-Kirche wurde von 1883-1887 errichtet, sehr schön sind bei ihr neoromanische und neogotische Elemente miteinander verknüpft worden. Der Innenraum ist weitgehend original erhalten, die vielen Details und besonders die großen Rundfenster des Querhauses stellen eindrucksvolle Architekturelemente dar.

Turm der Martin-Luther-Kirche
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Der Westturm erreicht eine Höhe von 81 Meter, er ist nicht öffentlich zugänglich. Doch an besonderen Tagen, wie zum Beispiel am Tag der offenen Kirche oder zur Langen Nacht der Kirche, haben die Besucher Gelegenheit, die wundervolle Aussicht von dort oben ins Elbtal zu genießen. Und der Besucherandrang ist beträchtlich ...

Aussicht vom Turm der Martin-Luther-Kirche
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Genießen Sie hier den  --> Panoramablick vom Turm der Martin-Luther-Kirche

Trinitatiskirche

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Die Trinitatiskirche in Dresden-Johannstadt wurde von 1891 bis 1893 durch den Architekten Karl Barth errichtet. In der Bombennacht des 13./14. Februar brannte sie vollständig aus und das Kirchenschiff wurde bis auf die äußeren Mauern zerstört. Der 65 Meter hohe Turm wurde jedoch nur wenig beschädigt. Später zu DDR-Zeiten sollten die Reste und der Turm abgerissen werden, was aber durch die Gemeinde verhindert werden konnte. Die Mauerreste und Turm wurden bautechnisch gesichert, Uhr und Glockengeläut sind heute voll funktionsfähig. Im Kirchenschiff finden im Sommer manchmal Gottesdienste unter freiem Himmel statt.

Trinitatiskirche
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Herz-Jesu-Kirche

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Im neugotischen Stil ist die katholische Herz-Jesu-Kirche an der Borsbergstraße in Dresden nach den Plänen von August Menken (1858-1903) entworfen und gebaut worden. Der Bau war durch eine Spende von 200000 Reichstalern (Goldmark?) der Dresdner Stifterin Veronika Fischer (1836-1913) möglich geworden. Die Weihe erfolgte 1905. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört, nur die Fenster gingen zu Bruch. Die Gestaltung der neuen Glasfenster erfolgte in den 1950er Jahren durch Bruno Seener. Im Innen- und Außenraum der Kirche sind eine Fülle von Details zu entdecken.
Der Turm erreicht eine Höhe von 69 Meter, die Turmuhr wird seit 1990 von einer Funkhauptuhr gesteuert. Tagsüber wird die Uhrzeit viertelstündlich angeschlagen. Das Zifferblatt zeigt sehr schön die alte Darstellung der Vier als eine halbe Acht.
Die Marienstatue vor der Kirche stammt aus dem Jahr 1969 von A. Garn.

Herz-Jesu-Kirche
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Details an der Herz-Jesu-Kirche
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Versöhnungskirche

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Der Gebäudekomplex der Versöhnungskirche in Dresden-Striesen wurde nach Entwürfen von Vater und Sohn Gustav Adolf Rumpel (1844-1904) und Fritz Rumpel (1876-1945) und Arthur Bruno Krutzsch (1867-1919) gebaut. Elemente des Historismus (Neoromanik und Neogotik) sind mit Formen des Jugendstils kombiniert.

Versöhnungskirche
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Der Turm erreicht eine Höhe von 62 Meter, an seiner unteren Vorderfassade befindet sich die lebensgroße Skulptur Martin Luthers, in der linken Hand die Bibel haltend. In luftiger Höhe ist ein Balkon angebracht, darüber befindet sich die Turmuhr. Der Turm wird von einem hohen steinernen Helm abgeschlossen.

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An den Gebäuden finden sich eine Vielzahl von dekorativen plastischen Elementen, der gesamte Komplex mit Hof, Wandelgang, Gemeindehaus, Kirche und Turm bildet mit seinen schmückenden Details, Figuren, Ornamenten, Giebeln und Dachreitern äußerst malerische Ansichten.

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