Brunnen und Wasserspiele in Pisa, Lucca, Pistoia, Prato und Montopoli

Brunnen und Wasserspiele in Pisa

Auf dem Platz der Wunder - Piazza dei Miracoli

In den zweihundert Jahren vom Sieg der Pisaner über die Sarazenen bei Palermo (1063) bis zur verheerenden Niederlage ihrer Flotte gegen die Genuesen bei Meloria (1284) beherrschte Pisa unangefochten das westliche Mittelmeer. In dieser Zeit erbauten die Pisaner den Dom, den Campanile, das Baptisterium, den Campo Santo - ein Architekturensemble, das zu Recht als "Platz der Wunder" bezeichnet wird und fast tausend Jahre später von tausenden Besuchern bestaunt wird. Da kann man den kleinen barocken Brunnen von Flaminio Vacci (?) - die Fontana dei Putti -  schon mal übersehen ...

Brunnen im Dombezirk
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Auf der Piazza dei Cavalieri

Die heutige Gestalt der Piazza dei Cavalieri di Pisa, ursprünglich das politische Zentrum der Stadt, geht auf den Großherzog Cosimo I. zurück, der die Gebäude zum Sitz des Ordens der Ritter von St. Stephan bestimmte und den Baumeister Vasari im 16. Jahrhundert mit der Umgestaltung beauftragte. Vor dem Palazzo dei Cavalieri mit seiner phantastischen Sgraffitofassade steht das Denkmal des Großherzogs Cosimo, 1596 vom Bildhauer Pietro Francavilla geschaffen. Das Denkmal symbolisiert u. a. auch die Macht der Medici zur See. Da darf natürlich Wasser nicht fehlen, zu Füßen Cosimos steht deshalb der "Brunnen des  Buckligen". Doch zur Zeit der Foto-Aufnahme mangelte es leider an Wasser - vielleicht aufgrund der Baumaßnahme nebenan.

Auf der Piazza dei Cavalieri
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Nicht an Wasser mangelt es hingegen bei der Piazza dei Martiri della Liberta, neben dem Denkmal für die Gefallenen gibt es eine  Wasserzapfstelle, an der sich Mensch und Tier erfrischen können.

Am Platz für die Märtyrer der Freiheit: Bild "Pisa3_02.jpg"

In Lucca

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Lucca beeindruckt nicht nur mit seinen künstlerisch wertvollen Kirchen, Palästen und Plätzen, sondern auch mit seinem starken Mauergürtel mit dem die Reichtümer der Stadt geschützt werden sollten. Doch bevor man eines der Tore im Festungswall durchschreitet oder durchfährt, kommt man an zwei Brunnenanlagen vorbei. Bei dem zweiten könnte es sich vielleicht um eine Darstellung von Apoll und Daphne handeln?

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Am Domplatz sollte man natürlich den Dom San Martino, das Museo della Cattedrale, den Palazzo Micheletto und San Giovanni besichtigen. Zur Abkühlung kommt dann auf dem Platz die Fontäne gerade recht.
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Puccini
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Und wenige Schritte weiter hinter dem Geburtshaus des großen Komponisten Pucchini wird man auf dem kleinen Platz vor der Chiesa di S. Salvatore von einer sich zum Bade bereit machenden Göttin überrascht. Offenbar kann man das Wasser aus ihrem Brunnen trinken.
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In Pistoia


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Markttreiben in Pistoia

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Heute ist kein Markt!
Eine der bedeutendsten Sehenwürdigkeiten in Pistoia ist natürlich der Dom San Zeno mit seinem wunderbaren --> Silberaltar. Doch wenn in Pistoia Markt ist, herrscht reges Treiben, der Domplatz und die angrenzenden Gassen stehen voll mit Marktbuden. Vor der Kirche des Sant' Antonio dei Frati del Tau verschwindet der dortige Brunnen regelrecht zwischen den Marktständen.
Zum Glück ist es nicht immer so...

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Auf zum Domplatz! An heißen Tagen sind Trinkwasserspender stets willkommen. Und an der Nordseite des Domes steht tatsächlich einer.


Vom Domplatz ist es nur ein kurzes Stück Fußweg bis zum Ospedale del Ceppo, mit seinem bemerkenswerten ->Fries der "barmherzigen Werke".
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Das Krankenhaus wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet; die Gründungslegende erklärt auch den seltsamen Namen (il ceppo = der Baumstumpf). In den Städten war die Versorgung mit frischem Wasser eine der wichtigsten kommunalen Angelegenheiten. Bevor die heutigen Leitungsnetze verlegt wurden, übernahmen öffentliche Brunnen und Wasserstellen diese Funktion.  Auf dem Weg zum Ospedale del Ceppo und an der gegenüberliegenden Wand des ehemaligen Klosters San Mercuriale finden wir noch zwei Wasserspender.

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Wie gesagt, wenn Markt ist in Pistoia, dann ist im Stadtzentrum mächtig viel los.
Erst am Denkmal mit Wasserbecken auf der Piazza San Francesco d'Assisi wird es wieder etwas ruhiger:

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Brunnen in Prato

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In Prato sind natürlich der Dom mit den berühmten Fresken von Filippo Lippi, die mindestens ebenso berühmte Außenkanzel und die Kapelle des hl. Gürtels besonders sehenswert. Aber das ist längst nicht alles, denn beim Bummel durch die Stadt kann man noch mehr entdecken: Zum Beispiel Brunnen ;-))

Der Pescatorello- oder Fischer-Brunnen auf dem Domplatz

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Leider war der Brunnen zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme aufgrund von Restaurierungsarbeiten eingerüstet. Immerhin konnte man an der Plane etwas zur Brunnengeschichte erfahren. 1664 entwarf Ferdinando Tacca den ersten Brunnen, der aber zweihundert Jahre später so beschädigt war, dass er abgerissen und neu gebaut werden musste. Mit dem neuen Entwurf wurde Mariano Falcini beauftragt, die Bildhauerarbeiten führten Emanuele Caroni und Ulisse Cambi aus. Der heutige zweite Brunnen besteht aus einem runden Becken auf achteckigem Sockel, auf der Brunnensäule in der Mitte steht die Figur eines Fischers. An den Seiten des Beckens befinden sich zwei Schwäne.

Der Bachusbrunnen (Fontana del Bacchino) auf der Piazza Communale

Zwischen 1659-1665 schuf Ferdinando Tacca (1619–1686) die Fontana del Bacchino mit der Figur des kindlich jungen Bacchus auf der Mittelsäule. Der kleine Gott aus Bronze hier hält zwei große Trauben in seinen Händen. Allerdings ist der Brunnen vor dem Palazzo Communale heute eine Kopie, das Original befindet sich im Hof des Rathauses.

Fontana del Bacchino
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Der Delphinbrunnen auf der Piazza San Francesco

Auch dieser Brunnen wurde von Ferdinando Tacca entworfen und zwischen 1658 und 1666 in Stein realisiert. Zwei hochaufgerichtete und gekreuzte Delphinskulpturen speien ihre Wasserstrahlen entgegengesetzt in das Becken. Da der ursprüngliche Brunnen stark verwittert war, wurde er bereits in den 1930er Jahren durch eine Kopie ersetzt.

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Delphinbrunnen
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Brunnen und Wäscherinnen in Montopoli

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Schöne Wäscherinnen am Brunnen sind in Montopoli eher selten zu sehen, aber nicht, weil es an schönen Frauen mangelt (ganz im Gegenteil!), sondern weil auch hier üblicherweise moderne Waschmaschinen für die Wäsche genutzt werden. Doch zum mittelalterlichen Schützenfest wird gern demonstriert, welch harte Arbeit das Wäschewaschen früher war. (Und dabei flogen am Brunnen die Scherzworte ständig hin und her...)

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nach Volterra, Pienza, San Gimignano und noch mehr